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Jurek Becker
Thomas Brasch
Volker Braun
Kurt Drawert
Franz Fühmann
Annett Gröschner
Michael Mäde
Steffen Mensching
Heiner Müller
Inge Müller
Michael Opitz (Moderation)
Antje Rávic Strubel
Brigitte Reimann
Thomas Rosenlöcher
Bernd Schirmer
Jochen Schmidt
Jens Sparschuh
Jurek
Becker
geb. 30. September 1937 in Lodz/Polen,
gest. 1997 in Berlin
Jurek Becker wurde als Sohn eines aus Litauen stammenden Angestellten
und einer Polin geboren. Nach dem deutschen Überfall auf Polen wird
die Familie ins Ghetto „Litzmannstadt“ umgesiedelt; ab 1943
wächst er in den Konzentrationslagern Ravensbrück und Sachsenhausen
auf, seine Mutter kommt im KZ um. Nach der Befreiung 1945 zieht er mit
seinem wiedergefundenen Vater nach Berlin, wo er zur Schule geht. 1955
– Abitur. 1957-60 – Studium der Philosophie an der Humboldt-Universität
Berlin; kurz vor dem Examen wird er wegen „Umtrieben“ relegiert.
Ab 1960 lebt er als freischaffender Schriftsteller in Ost-Berlin. Er schreibt
Texte für das Kabarett Die Distel.
Ab 1961 arbeitet er für Film und Fernsehen, verfasst Drehbücher
für satirisch-polemische Kurzspielfilme der „Stacheltier“-Produktion
der DEFA, ab 1962 „Versuche von Gegenwartskomödien“ für
das Fernsehen.
1965 schließt Becker ein Drehbuch unter dem Titel „Jakob
der Lügner“ ab. Das Drehbuch wird, wohl unter dem Vorzeichen
der kulturpolitischen Krise des Jahres 1965, von der DEFA nicht abgenommen:
„Meine Enttäuschung über die Ablehnung des Drehbuchs war
so groß, dass ich mich quasi im Affekt hingesetzt und vor Wut meinen
ersten Roman geschrieben hab.“ (Becker). Erst 1974 kann JAKOB DER
LÜGNER unter der Regie von Frank Beyer als Co-Produktion der DEFA
mit dem Fernsehen der DDR realisiert werden.
Becker veröffentlicht Erzählungen und Romane, die z. T. für
das Fernsehen verfilmt werden. 1978-82 ist er - mit Unterbrechungen –
„writer in residence“ am Oberlin College, Ohio, 1982 Stadtschreiber
von Bergen-Enkheim. Becker wird als Drehbuchmitarbeiter zu Spielfilmen
von Peter Lilienthal (DAVID) und Thomas Brasch (DER PASSAGIER - WELCOME
TO GERMANY) hinzugezogen.
Jurek Becker, dessen erster Ehe die Söhne Nikolaus (geb. 1962) und
Leonard (geb. 1965) entstammen, lebt zuletzt mit seiner zweiten Frau Christine
in Berlin-Kreuzberg. Ihr gemeinsamer Sohn wird 1990 geboren.
Arbeitsgebiete:
Erzählung, Roman, Drehbuch
Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl):
Heinrich-Mann-Preis (1971); Charles-Veillon-Preis (1971); Literaturpreis
der Freien Hansestadt Bremen (1974); Nationalpreis II. Klasse für
JAKOB DER LÜGNER im Kollektiv (1975); Academy Awards: Oscar-Nominierung
(Bester ausländischer Film) für JAKOB DER LÜGNER (1975);
Adolf-Grimme-Preis in Gold (Unterhaltung) für LIEBLING - KREUZBERG:
DER BESCHÜTZER (1986); Hans Fallada-Preis der Stadt Neumünster
für das Gesamtwerk (1990)
Werke (Auswahl):
Jakob der Lügner (1969); Irreführung der Behörden. Roman
(1973); Der Boxer. Roman (1976); Schlaflose Tage. Roman, (1978); Nach
der ersten Zukunft. Erzählungen (1980); Aller Welt Freund. Roman
(1982); Bronsteins Kinder. Roman (1986); Warnung vor dem Schriftsteller.
Drei Vorlesungen in Frankfurt (1990); Die beliebteste Familiengeschichte
und andere Erzählungen (1991); Amanda herzlos. Roman (1992); Das
Märchen von der kranken Prinzessin. Von Jakob erzählt –
und dann von Lina. Mödling (1993); Wir sind auch nur ein Volk: Der
erste Arbeitstag. Der Rest der Familie (1994); Wir sind auch nur ein Volk:
Der empfindliche Bruder. Stasi für Anfänger. Der zweite Sekretär
(1995); Wir sind auch nur ein Volk: Die Westparty. Streik und andere Schweinereien.
Der kurze Abschied (1995); Ende des Größenwahns. Aufsätze,
Vorträge (1996). 
Thomas
Brasch
geb. 19. Februar in Westow/Yorkshire (England) ,
gest. 3. November 2001 in Berlin
Thomas Brasch wurde als Sohn jüdischer Emigranten geboren. 1946
– Übersiedlung der Familie nach Deutschland in die sowjetische
Besatzungszone. 1956 – Besuch der Kadettenschule der Nationalen
Volksarmee in Naumburg. 1960 – Schulwechsel an eine Oberschule in
Ost-Berlin. 1963 – Nach dem Abitur Ausbildung als Setzer, Entwässerungsarbeiter
und Schlosser. 1964 – Studium der Journalistik an der Karl-Marx-Universität
in Leipzig. 1965 – Exmatrikulation aus politischen Gründen.
1967 – Studium der Dramaturgie an der Hochschule für Filmkunst
in Potsdam-Babelsberg. 1968 – Verhaftung und Verurteilung zusammen
mit Frank Havemann, Florian Havemann, Rosita Hunzinger, Sanda Weigl, Erika-Dorothea
Berthold und Hans-Jürgen Uzkoreit zu 27 Monaten Gefängnis wegen
„staatsfeindlicher Hetze“ im Zusammenhang mit dem Einmarsch
der Warschauer-Pakt-Staaten in die CSSR. Exmatrikulation von der Filmhochschule.
1969 – Haftentlassung auf Bewährung. Zuweisung eines Arbeitsplatzes
als Fräser im Transformatorenwerk „Karl Liebknecht“ in
Berlin. 1971/72 – Förderung der schriftstellerischen Arbeit
durch Helene Weigel, Anstellung im Bertolt-Brecht-Archiv Berlin. Bekanntschaft
mit Heiner Müller. 1976 – Mitunterzeichner der Resolution gegen
die Ausbürgerung von Wolf Biermann. Nachdem die Publikation von Prosatexten
durch staatliche Stellen verweigert worden war, stellte er aufgrund seiner
Beziehungen bei Erich Honecker persönlich einen Ausreiseantrag und
übersiedelte gemeinsam mit seiner Freundin Katharina Thalbach und
deren Tochter Anna Thalbach nach Westberlin. 1977 – Erster Aufenthalt
in den USA. Tätigkeit als künstlerischer Berater des Generalintendanten
der Staatlichen Schauspielbühnen Berlin. 1982 – Mitglied des
PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland. 1983 lebte er für ein
Jahr in Zürich. Beurkundung des Verzichts auf die deutsche Staatsangehörigkeit..
Nachdem Brasch seit dem Fall der Berliner Mauer für viele Jahre verstummt
war, überraschte er im Jahr 1999 mit seinem neuen Prosaband „Mädchenmörder
Brunke“.
Arbeitsgebiete:
Gedicht, Prosa, Film, Theater, Hörspiele
Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl):
Lessingpreis 1977, Stipendium aus dem Fond zum gerhart-Hauptmann-Preis
1977, Ernst-Reuter-Preis 1977, Villa-Massimo-Stipendium 1980, F.A.Z. Preis
für Lietratur 1979, Bayerischer Filmpreis 1982, Kleist-Preis 1987,
Kritiker Preis der Berliner Zeitung 1992.
Werke (Auswahl):
Sie geht, sie geht nicht, Theaterstück (1970); Das beispielhafte
Leben und der Tod des Peter Göring, Theaterstück (1971); Galileo
Galilei – Papst Urban VIII., Theaterstück (1972); Der Schweinehirt.
Die wilden Schwäne, Hörspiele (1975); Vom dicken Herrn Bell,
der das Telefon erfunden hat, Hörspiel (1974); Herr Geiler, Theaterstück
(1974); Lovely Rita, Theaterstück (1975); Die argentinische Nacht,
Komödie (1975); Vor den Vätern sterben die Söhne, Prosa
(1977); Kargo. 32. Versuch auf einem untergehenden Schiff aus der eigenen
Haut zu fahren (1977); Der schöne 27. September, Gedichte (1980);
Der König vor dem Fotoapparat, Kinderbuch (1981); Domino, Buch zum
gleichnamigen Film (1982); Lovely Rita, Rotter, Lieber Georg, Theaterstücke
(1989); Frauen Krieg Lustspiel, Theaterstück (1989); Drei Wünsche,
sagte der Golem, Gedichte, Prosa und Theaterstücke (1990); Mädchenmörder
Brunke, Prosaband (1999); Liebe Macht Tod, Stücke und Materialien
(2002); Wer durch mein Leben will, muß durch mein Zimmer, Gedichte
(2002); Liebesgedichte, Gedichte (2005)
Filme: Engel aus Eisen (1981); Domino (1982); Mercedes (1985); Der Passagier.
Welcome to Germany (1988).
Volker
Braun
1939 Geburt in Dresden
1957/58 Druckereiarbeiter in Dresden, nachdem er sich nach dem Abitur
vergeblich um einen Studienplatz bemüht hatte
1958/59 Tiefbauarbeiter im Kombinat Schwarze Pumpe
1959/60 Facharbeiterlehrgang, Maschinist für Tagebaugroßgeräte
im Tagebau Burghammer
1960-1964 Studium der Philosophie in Leipzig Philosophie
1964 Erich-Weinert-Medaille, Kunstpreis der Freien Deutschen Jugend
1965 Nach Beendigung des Studiums Umzug nach Berlin, Heirat; Geburt einer
Tochter
1965/66 Dramaturg am Berliner Ensemble
1972-1977 Mitarbeiter des Deutschen Theaters Berlin
1970 Mitglied des PEN-Zentrums der DDR
1971 Heinrich-Heine-Preis des Ministeriums für Kultur der DDR
1973 Mitglied im Vorstand des Schriftstellerverbandes
1977-1990 Mitarbeiter am Berliner Ensemble
1977 Korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der
Literatur, Mainz
1980 Heinrich-Mann-Preis der Akademie der Künste, Berlin/DDR
1981 Lessing-Preis des Kulturministers der DD
1983 Mitglied der Akademie der Künste der DDR
1986 Literaturpreis der Freien Hansestadt Bremen
1987 Mitglied im Präsidium des Schriftstellerverbandes
1988 Nationalpreis 1. Klasse
1989 Berliner Preis für deutschsprachige Literatur
1990 Mitglied der Akademie der Künste Berlin (West) USA-Aufenthalt.
Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste, Frankfurt.
Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik (Ost-PEN)
1991 im Beirat der Zeitschrift "Sinn und Form"; Kuratoriumsmitglied
der Literaturwerkstatt Berlin
1992 Schiller-Gedächtnis-Preis des Landes Baden-Württemberg
1993 Gast der Villa Massimo in Rom; Mitglied der (gesamtdeutschen) Akademie
der Künste, Berlin
1994 Gast der University of Wales
1996 Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste, Dresden.
Poetikvorlesung an der Universität Heidelberg. Mitglied der Deutschen
Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt. Deutscher Kritikerpreis
1998 Hans-Erich-Nossack-Preis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft
im BDI. Erwin-Strittmatter-Preis des Landes Brandenburg
1999 Brüder-Grimm-Professur an der Universität Gesamtschule
Kassel im Wintersemester 1999/2000
2000 Büchner-Preis
Volker Braun lebt heute in Berlin.
Werke (Auswahl):
Wir und nicht sie. Gedichte, 1970; Gegen die symmetrische Welt. Gedichte,
1974; Stücke 1. Die Kipper; 1975; Es genügt nicht die einfache
Wahrheit. Notate, 1976; Unvollendete Geschichte, 1977; Das ungezwungene
Leben Kasts. Erweiterte Ausgabe, 1979; Gedichte, 1979; Stücke 2.
Schmitten. Guevara oder Der Sonnenstaat. Großer Frieden, 1981; Berichte
von Hinze und Kunze, 1983; Hinze-Kunze-Roman, 1985; Langsamer knirschender
Morgen. Gedichte, 1987; Verheerende Folge mangelnden Anscheins innerbetrieblicher
Demokratie. Schriften, 1988; Gesammelte Stücke (2 Bde.), 1989; Der
Stoff zum Leben 1- 3. Gedichte. Mit einem Nachwort von Hans Mayer, 1990;
Bodenloser Satz, 1990; Iphigenie in Freiheit, 1992; Böhmen am Meer.
Ein Stück, 1992; Der Wendehals. Eine Unterhaltung, 1995; Vorläufiges,
1966; Die vier Werkzeugmacher, 1996; Lustgarten, Preußen. Ausgewählte
Gedichte, 1996; Wir befinden uns soweit wohl. Wir sind erst einmal am
Ende, 1998; Die Unvollendete Geschichte und ihr Ende, 1998; Tumulus, 1999;
Romane des Jahrhunderts, 2000; Trotzdestonichts oder Der Wendehals, 2000;
Das Wirklichgewollte, 2000; Wie es gekommen ist. Ausgewählte Prosa,
2002; Der berüchtigte Christian Sporn. Ein anderer Woyzeck. Zwei
Erzählungen, mit Illustrationen von Joachim John, 2004; Das unbesetzte
Gebiet, 2004; Auf die schönen Possen, Gedichte, 2005;
Kurt
Drawert
Geboren 1956 in Hennigsdorf (Brandenburg). Kindheit in Borgsdorf und
Hohen-Neuendorf (bei Berlin). 1967 Umzug nach Dresden. Dort Ausbildung
zum Facharbeiter für Elektronik, später Abitur auf der Abendschule.
Mehrere Hilfsarbeiterschaften, u.a. in einer Bäckerei, bei der Post,
mehrere Jahre bei der „Sächsischen Landesbibliothek“
in Dresden und in einem Jugendklubhaus. 1982-1985 Studium am „Institut
für Literatur“ in Leipzig, 1984 Umzug nach Leipzig. Freier
Autor seit 1986. Umzug nach Osterholz-Scharmbeck (bei Bremen) 1993. 1995/
1996 Aufenthalt in Rom. Umzug nach Darmstadt. Verheiratet, 2 Kinder.
Werke (Auswahl):
Zweite Inventur, Gedichte, Berlin und Weimar 1987 Privateigentum, Gedichte,
Frankfurt am Main 1989 Spiegelland. Ein deutscher Monolog, Roman, Frankfurt
am Main 1992 Haus ohne Menschen. Zeitmitschriften, Essays, Frankfurt am
Main 1993 Fraktur. Prosa, Lyrik, Essay, Leipzig 1994 Alles ist einfach.
Stück in sieben Szenen, Frankfurt am Main 1995 Revolten des Körpers, Essays,
Stuttgart 1995 Wo es war, Gedichte, Frankfurt am Main 1996 Steinzeit,
Theaterstück und Prosa, Frankfurt am Main 1999 Rückseiten der Herrlichkeit.
Texte und Kontexte, Essays, Frankfurt am Main 2001 Nacht. Fabriken. Hauser
– Material und andere Prosa, Wien 2001 Reisen im Rückwärtsgang. Zwei Dichter
unterwegs mit der Transsibirischen Eisenbahn, zus. mit Blaise Cendrars,
Zürich/Hamburg 2001 Frühjahrskollektion. Gedichte, Frankfurt am Main 2002
Emma. Ein Weg – Flaubert-Essay, mit Fotografien von Ute Döring, Wien 2005
Preise (Auswahl):
Leonce-und-Lena-Preis, Ingeborg-Bachmann-Preis, Uwe-Johnson-Preis,
Rom-Stipendium der Villa Massimo, Nikolaus-Lenau.
Franz
Fühmann
geb. 15. Januar 1922 in Rochlitz,
gest. 8. Juli 1984 in Berlin
Franz Fühmann wurde als Sohn eines Apothekers in Rochlitz an der
Iser im Riesengebirge geboren. Nach der Volksschule besuchte er vier Jahre
das Jesuitenkonvikt Kalksburg bei Wien, aus dem er 1936 flüchtete,
und legte 1941 sein Abitur in Hohenelbe ab. Nach der Besetzung des Sudetenlandes
durch Deutschland 1938 trat er der Reiter-SA bei.
1941 trat er in die Wehrmacht ein und war in verschiedenen Nachrichtenabteilungen
in der besetzten Sowjetunion und in Griechenland im Einsatz. 1945 geriet
er in sowjetische Kriegsgefangenschaft. 1946 wurde er zur Antifa-Zentral-Schule
in Noginsk bei Moskau kommandiert.
1949 wurde er aus der Kriegsgefangenschaft entlassen und kam in die DDR,
wo er bis zu seinem Tode in Märkisch Buchholz und Berlin lebte. Er
trat in die NDPD, eine der DDR-Blockparteien, ein, der er bis 1972 angehörte,
und arbeitete bis 1958 als kulturpolitischer Angestellter in deren Parteiapparat.
Von 1958 bis zu seinem Tode war er als freier Schriftsteller tätig.
Neben eigener schriftstellerischer Tätigkeit war er auch kulturpolitisch
tätig. Er förderte viele junge Autoren und setzte sich in späteren
Jahren für Schriftsteller ein, die unter Schikanen und Repressionen
der DDR-Führung zu leiden hatten. 1976 gehörte er zu den Erstunterzeichnern
eines Protestbriefes gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann aus
der DDR.
Arbeitsgebiete:
Gedicht, Erzählung, Essay, Kinderbuch, Übersetzung
Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl):
Heinrich-Mann-Preis (1956). Nationalpreis der DDR (1957 und 1974), Geschwister-Scholl-Preis
(1982), Gründung des „Franz-Fühmann-Freundeskreises“
(1999).
Werke (Auswahl):
Die Nelke Nikos. Gedichte (1953); Die Fahrt nach Stalingrad. Gedichte
(1953); Kameraden. Novelle (1957); Die Suche nach dem wunderbunten Vögelchen.
Erzählung. Kinderbuch (1960); Kabelkran und blauer Peter. Reportage
(1961); Das Judenauto (1962); Die Richtung der Märchen. Gedichte
(1962); Lustiges Tier-ABC. Lyrik. Kinderbuch (1962); Böhmen am Meer.
Novelle (1962); Die Richtung der Märchen. Lyrikband (1962); Barlach
in Güstrow. Erzählung (1963); Reineke Fuchs. Kinderbuch (1964);
König Ödipus (1966/1972); Miklós Radnóti: Ansichtskarten.
Nachdichtungen (1967); Das hölzerne Pferd: die Sage vom Untergang
Trojas und von den Irrfahrten des Odysseus. Nach Homer und anderen Quellen
neu erzählt (1968); Shakespeare-Märchen. Nacherzählung.
Kinderbuch (1968); Zweiundzwanzig Tage oder Die Hälfte des Lebens.
Tagebuch-Roman (1973); Prometheus. Die Titanenschlacht. Roman. Kinderbuch
(1974); Das mythische Element in der Literatur. Essay (1975); Erfahrungen
und Widersprüche. Versuche über Literatur (1975); Die dampfenden
Hälse der Pferde im Turm von Babel. Sprachspielbuch. Kinderbuch (1978);
Der Geliebte der Morgenröte. Erzählungen (1978); Fräulein
Veronika Paulmann aus der Pirnaer Vorstadt oder Etwas über das Schauerliche
bei E.T.A. Hoffmann. Essay (1979); Saiäns-fiktschen. Erzählungen
(1981); Vor Feuerschlünden. Erfahrung mit Georg Trakls Gedicht. Essay,
Briefe und Lyrik (1982); Kirke und Odysseus. Ballett (1984); Franz Führmann.
Autorisierte Werksausgabe in 8 Bänden (1993). Das Nibelungenlied
(1999); Vor Feuerschlünden. Erfahrung mit Georg Trakls Gedicht (2000);
Offenbarung und Untergang – Fühmann Kontroverse mit Trakl.
Hörbuch (2000); Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm zu Babel,
Sprachspielbuch für Kinder. Kinderbuch (2005).
Annett
Gröschner
1964 in Magdeburg geboren, lebt seit 1983 in Berlin.
Nach dem Abitur 1982 Ankleiderin an den Bühnen der Stadt Magdeburg.
Von 1983-1991 studierte sie Germanistik in Ost-Berlin und Paris.
Von 1992-1996 war sie als Historikerin für das Prenzlauer Berg Museum
tätig,
seit 1994 ist sie an verschiedenen Ausstellungs- u. Buchprojekten beteiligt.
Lebt seit 1997 als freie Schriftstellerin u. Journalistin in Berlin.
Seit März 2005 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Sachbuchforschungsprojektes
der Universität Hildesheim und der Humboldt Universität Berlin.
Sie hat 1990 die Frauenzeitschrift „Ypsilon” mitbegründet
und war von 1994-1998 Redakteurin und Herausgeberin der Zeitschriften
„Sklaven” und „Sklavenaufstand”.
1999-2002 arbeitete sie bei den Berliner Seiten der FAZ mit und ist Autorin
des FREITAG und anderer Zeitungen und Zeitschriften.
Werke (Auswahl):
Herzdame Knochensammler, mit Fotografien v. Tina Bara, 1993;
Ich schlug meiner Mutter die brennenden Funken ab. Berliner Schulaufsätze
aus dem Jahr 1946, (Hg.), 1996; Jeder hat sein Stück Berlin gekriegt.
Geschichten vom Prenzlauer Berg, 1998; Grenzgänger, Wunderheiler,
Pflastersteine. Die Geschichte der Gleimstraße in Berlin, Hg.
mit Olaf Lippke, 1998; ÿbbotaprag. heute. geschenke. schupo.
schimpfen. hetze. sprüche. demonstrativ. sex. DDRbürg. gthierkatt.
Ausgewählte Essays, Fließ- und Endnotentexte 1989-98, 1999;
Sieben Tränen muß ein Clubfan weinen. 1. FC Magdeburg
– eine Fußballlegende, 1999; Durchgangszimmer Prenzlauer
Berg. Eine Berliner Künstlersozialgeschichte in Selbstauskünften,
mit Barbara Felsmann, 1999, Moskauer
Eis, Roman, 2000; Hier beginnt die Zukunft, hier steigen
wir aus. Unterwegs in der Berliner Verkehrsgesellschaft, m. Fotos
v. Arwed Messmer, 2002; Kontrakt 903. Erinnerung an eine strahlende
Zukunft, mit Arwed Messmer, 2003; Ein Koffer aus Eselshaut. Berlin–Budapest–New
York, mit Peter Jung, 2004; Kunststück Ahrenshoop, mit Gerlinde
Creutzburg und Inga Rensch (Hg.), 2004
Peter
Hacks
geb. 21. März 1928 in Breslau,
gest. 28. August 2003 in Berlin
Peter Hacks Sohn wurde als Sohn eines Rechtsanwalts in Breslau geboren.
Wächst im Ruhrgebiet auf. Ab 1946 in Dachau. Studium Philosophie,
Soziologie, Germanistik, Theaterwissenschaften in München, promovierte
1951 in München. Übersiedelung mit Hilfe Bertolt Brechts nach
Berlin, DDR. Mitglied des Brecht-Ensembles. Einige seiner Dramen sind
deutsche Bestseller. Einige sind europäische Erfolge; das »Gespräch
im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe« ist ein
Welterfolg. 1960-1963 Dramaturg und Hausautor am Deutschen Theater Berlin,
danach freier Schriftsteller. 1972 wurde er in die Akademie der Künste
gewählt, aus welcher er 1991. Bis zu seinem Tod lebte Peter Hacks
in Berlin.
Arbeitsgebiete:
Gedicht, Erzählung, Essay, Kinderbuch, Roman, Theaterstück,
Hörspiel, Übersetzung
Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl):
Lessingpreis 1956, F. C. Weiskopf Preis 1965, Kritikerpreis der BRD 1971,
Nationalpreis der DDR II. Klasse 1974, Nationalpreis der DDR I. Klasse
1977, Heinrich Mann Preis 1981, Alex Wedding Preis 1993, Deutscher Jugendliteraturpreis
1998.
Werke (Auswahl):
Eröffnung des indischen Zeitalters. Theaterstück (1954); Die
Schlacht bei Lobositz. Theaterstück (1956); Die Sorgen und die Macht.
Theaterstück (1963); Amphitryon. Theaterstück. Moritz Tassow.
Theaterstück (1964); Der Schuhu und die fliegende Prinzessin (1966);
Amphitryon, Komödie in drei Akten (1969); Margarete in Aix (1974);
Das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern. Theaterstück (1975); Ein Gespräch
im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe. Theaterstück
(1976); Das Windloch – Das Turmverlies (1978); Zur Romantik. Essay
(1989); Der Maler des Königs (1991); Der Geldgott. Parabel (1993);
Prinz Telemach und sein Lehrer Mentor (1997); König, Kasper, Krokodil
– Drei Märchendramen für Kinder (1998); Der Hof zieht
um (1998); Die Babyherrschaft, mit Hans Ticha (1999); Der Flohmarkt –
Gedichte für Kinder (2001); A. Müller und P. Hacks, Nur daß
wir ein bischen klärer sind. Der Briefwechsel 1998 und 1990 (2002);
Tamerlan in Berlin – Gedichte aus der DDR (2002); Werke in 15 Bänden
(2003); Peter Hacks/Heinar Kipphardt, Du tust mir wirklich fehlen. Der
Briefwechsel, hrsg. von Uwe Naumann (2004); Das Hemd der Königin,
auf Wunsch gekürzt. Drei Dramoletts (2004); Hundert Gedichte, mit
einem Nachruf auf P. Hacks von W. Droste (2004); Der Bär auf dem
Försterball, mit Illustr. von Walter Schmögner (2004); Am Ende
verstehen sie es. Politische Schriften 1988-2003 (2005).

Michael
Mäde
studierte Filmwissenschaften und Dramaturgie an der HFF Potsdam. Er arbeitete
als Dramaturg bei der DEFA und später als künstlerischer und
kaufmännischer Leiter in verschiedenen Medienbetrieben.
Michael Mäde schreibt Lyrik und Prosa.
Seit 2002 Mitglied im VS
Lebt in Bad Karlshafen und Berlin.
www.michaelmaede.de
Werke (Auswahl):
Balance am Rand, Gedichte, 2004; Wider die Ruhe,
Gedichte, 2004; Bomben & Landnahme, Notate & "TARGETS"
wider den allgegenwärtigen Krieg, 2003; Spiel mit Maurice,
Roman, 2001, Merkliche Veränderung,
Gedichte, 2001, Sitte & Sexus, Die Frau in Blau, Kunstbuch
in limitierter Auflage als handgearbeitetes Buch, Metallringbindung o
mit 8 originalen Linoldrucken von anaximander, Schlafende Hunde,
Politische Lyrik in der Spaßgesellschaft, Anthologie, 2004
Steffen
Mensching
Autor, Clown, Schauspieler, Regisseur;
geb. 27. Dezember 1958 in Berlin und aufgewachsen in Berlin.
Abitur; Volontär, Journalistikstudium (abgebrochen); Redakteur bei
der Literaturzeitschrift "Temperamente"; 1981-1986 Studium der
Kulturwissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin; seit 1980
Arbeit als Autor, Schauspieler, Sänger, Liedermacher und Dramaturg:
„Von meiner Hoffnung laß ich nicht oder Der Pilger Mühsam“
– Erich-Mühsam-Abend, 1980; „Deutschland, meine Trauer
– oder neun Arten, einen Becher zu beschreiben“ – Johannes-R.-Becher-Abend,
1981; „Dahin! Dahin!“ – Goethe-Abend, 1982. Seit 1984
freischaffend: Arbeit als Essayist, Lyrik-Übersetzer, Darsteller
in Film und Hörspiel
Preise:
Deutscher Kleinkunstpreis Mainz (1991); Kabarettpreis der Stadt Nürnberg
(1995)
Werke (Auswahl):
Poesiealbum 146 (1979); Erinnerung an eine Milchglasscheibe (1982);
Tuchfühlung (1985); Pygmalion (Roman, 1991); Struwelpeter, neu erzählt
(1993); Berliner Elegien (1996); Quijotes letzter Auszug (2001); Jacobs
Leiter (2003); Lustigs Flucht (Roman, 2005); haar mit und haut (Liebesgedichte,
2006); Ohne Theo nach Lodz und andere Reisegeschichten (2006).
Filmarbeit:
In einem Atem (1987); Letztes aus der DaDaeR (1990); Programme/Soloabende;
Wie Gott in Paris (1997); One Man Show Down (1999); Das muß ein
Stück vom Himmel sein, ein Werner-Richard-Heymann-Abend (2000); Amok
(2001); Programme in Zusammenarbeit mit Hans-Eckardt Wenzel:
Letztes aus der DaDaeR; Hundekomödie; Der Abschied der Matrosen vom
Kommunismus ; Weihnachten in Afrika.
Theaterregie:
Bullets over Broadway von Woody Allen (Chemnitz, 1997) 
Heiner
Müller
geb. 9. Januar 1929 in Eppendorf/Flöha/Sachsen,
gest. 30.Dezember 1995 in Berlin
Heiner Müller wurde als Sohn eines Angestellten geboren. 1947-1951
– Hilfsbibliothekar in Frankenberg. 1949 – Teilnahme an einem
Schriftstellerlehrgang in Radebeul bei Dresden. ab 1950 – beginnt
mit seiner journalistischen Arbeit als Literaturkritiker bei der Zeitschrift
„Sonntag“, ab 1953 bei der Zeitschrift „Neue deutsche
Literatur“. 1954 – Heirat mit Ingeborg Schwenkner. 1954/55
– Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Deutschen Schriftsteller-Verbandes
(DSV). 1957/58 – Redakteur der Zeitschrift „Junge Kunst“.
1958/59 – Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Maxim Gorki-Theater
Berlin. Beginn seiner Arbeit als freischaffender Autor. 1961 – Nach
der Uraufführung des Stückes „Die Umsiedlerin“ wird
er aus dem Schriftstellerverband ausgeschlossen. 1967 – Heirat mit
Ginka Tscholakowa in Bulgarien. 1970-76 – Dramaturg am „Berliner
Ensemble“, widmet sich verstärkt mythischen Stoffen aus der
Antike und entgeht so der Kritik der SED. 1976 – Dramaturg an der
Berliner Volksbühne. Mitunterzeichner der Petition gegen die Ausbürgerung
des Liedermachers Wolf Biermann aus der DDR. 1984 – Mitglied der
Akademie der Künste (AdK) der DDR. 1986 – Müller wird
Mitglied der AdK West-Berlin. 1988 – Wiederaufnahme in den DDR-Schriftstellerverband.
1989 – Oktober: Mitinitiator der Initiative für unabhängige
Gewerkschaften. 4. November: Rede bei der Kundgebung auf dem Alexanderplatz.
1990-92 – Präsident der Akademie der Künste in Ost-Berlin/DDR.
1992 – Berufung zum Co-Direktor im fünfköpfigen Leitungsteam
des Berliner Ensembles. Heirat mit Brigitte Maria Mayer. 1995 –
Nach dem Ausscheiden der Mitdirektoren übernimmt Müller alleine
die künstlerische Leitung des Berliner Ensembles.
Arbeitsgebiete:
Lyrik, Erzählung, Roman, Drama
Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl):
Heinrich-Mann-Preis der DDR (1959 – gemeinsam mit Inge Müller).
Lessing-Preis, Hamburg (1975). Dramatiker-Preis der Stadt Mülheim
(1979). Georg-Büchner-Preis, Darmstadt (1985). Nationalpreis der
DDR (1986). Kleist-Preis (1990). Hörspielpreis der Kriegsblinden.
Werke (Auswahl):
Eröffnung des indischen Zeitalters. Theaterstück (1954); Die
Schlacht bei Lobositz. Theaterstück (1956); Die Sorgen und die Macht.
Theaterstück (1963); Amphitryon. Theaterstück. Moritz Tassow.
Theaterstück (1964); Der Schuhu und die fliegende Prinzessin (1966);
Amphitryon, Komödie in drei Akten (1969); Margarete in Aix (1974);
Das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern. Theaterstück (1975); Ein Gespräch
im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe. Theaterstück
(1976); Das Windloch – Das Turmverlies (1978); Zur Romantik. Essay
(1989); Der Maler des Königs (1991); Der Geldgott. Parabel (1993);
Prinz Telemach und sein Lehrer Mentor (1997); König, Kasper, Krokodil
– Drei Märchendramen für Kinder (1998); Der Hof zieht
um (1998); Die Babyherrschaft, mit Hans Ticha (1999); Der Flohmarkt –
Gedichte für Kinder (2001); A. Müller und P. Hacks, Nur daß
wir ein bischen klärer sind. Der Briefwechsel 1998 und 1990 (2002);
Tamerlan in Berlin – Gedichte aus der DDR (2002); Werke in 15 Bänden
(2003); Peter Hacks/Heinar Kipphardt, Du tust mir wirklich fehlen. Der
Briefwechsel, hrsg. von Uwe Naumann (2004); Das Hemd der Königin,
auf Wunsch gekürzt. Drei Dramoletts (2004); Hundert Gedichte, mit
einem Nachruf auf P. Hacks von W. Droste (2004); Der Bär auf dem
Försterball, mit Illustr. von Walter Schmögner (2004); Am Ende
verstehen sie es. Politische Schriften 1988-2003 (2005).
Inge
Müller
geb. 1925,
gest. 1. Juni 1966 in Berlin
1945 Luftwaffenhelferin. Wird verschüttet und liegt drei Tage unter
den Trümmern. Ehe mit Kurt Loose. Ein Sohn. Ehe mit Herbert Schwenkner.
1955 Heirat mit dem Lyriker und Dramatiker Heiner Müller. Wählt
1966 den Freitod. 1996 wird ein großer Teil des Nachlasses publiziert.
Arbeitsgebiete:
Lyrik, Prosa, Erzählung, Hörspiel
Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl):
Heinrich-Mann-Preis der DDR (1959 - gemeinsam mit Heiner Müller)
Werke (Auswahl):
Ach du lieber Augustin-wie fröhlich ich bin, Hörspiel (1957);
Irgendwo;noch einmal möchte ich sehen (1996, Hrsg. von Ines Geipel);
Inge und Heiner Müller 1953-66 von Wolfgang Storch (2001); Daß
ich nicht ersticke am Leisesein, Texte (2002, Hrsg. von Sonja Hilzinger);
Dann fiel auf einmal der Himmel um.Inge Müller, Biografie (2002,
Hrsg. von Ines Geipel). 
Michael
Opitz (Moderation)
Michael Opitz (Dr. phil.), Literaturwissenschaftler und Publizist
bis 2001 Dozent an der HUB
seit 2003 Dozent für Theater am IES-Berlin, Mitarbeit an der Deutschen
Literaturgeschichte (Literatur nach 1989) und des Autoren-Lexikons des
Metzler Verlages
Herausgeber und Mitherausgeber von Büchern über Walter Benjamin
und Franz Hessel.

Antje
Rávic Strubel
Geboren 1974 in Potsdam/DDR, aufgewachsen in Ludwigsfelde; 1992 Abitur,
danach Ausbildung zur Buchhändlerin; ab 1994 Studium der Amerikanistik,
Psychologie, Literaturwissenschaften an der Universität Potsdam und
an der New York University; arbeitete als Beleuchterin am Wings-Theater
in New York; Sommer 2001 Magisterabschluss; lebt und arbeitet in Brieselang
und Berlin als Schriftstellerin und Journalistin.
Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl):
Arbeitsstipendium der Stiftung Kulturfonds, 1996; Arbeitsstipendium des
Landes Brandenburg für eine Kriminovelle, 1999; Stipendium für
das Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf, 2000; Ernst-Willner-Preis,
Klagenfurt, 2001; Förderpreis für Literatur der Akademie der
Künste, 2002; Kritikerpreis für Literatur, 2003; Roswitha-von-Gandersheim-Preis,
2003; Heinrich-Heine-Stipendium in Lüneburg, 2003; Stipendium der
Lion Feuchtwanger Villa in Los Angeles, 2004; Marburger Literaturpreis,
2005; Förderpreis des Bremer Literaturpreises, 2005
Werke (Auswahl):
Offene Blende, Roman 2001; Unter Schnee, Episodenroman, 2001;
Rituale des Alltags, hrsg. Silvia Bovenschen, Jörg Bong, 2002;
Fremd Gehen. Ein Nachtstück. 2002;
Beste Erzähler, hrsg. Verena Auffermann, 2002;
Tupolew 134, Roman, 2004; 
Brigitte
Reimann
geb. 21. Juli 1933 in Burg bei Magdeburg,
gest. 20. Februar 1973 in Berlin
Nach dem Abitur arbeitete Brigitte Reimann zunächst als Lehrerin.
1955 begann sie zu schreiben.
Als Schriftstellerin vertrat sie den so genannten Bitterfelder Weg,
nach dem Autoren versuchen sollten, durch Arbeit in Betrieben einen engeren
Kontakt zum Volk herzustellen. 1960 zog sie nach Hoyerswerda, wo sie bis
1968 wohnte. 1965 wurde sie mit dem Heinrich-Mann-Preis geehrt. Von 1968
bis 1973 wohnte sie in Neubrandenburg (Brigitte-Reimann-Gedenkstätte).
Sie arbeitete im Kombinat „Schwarze Pumpe“. Aus dieser Tätigkeit
heraus schrieb sie 1961 den Kurzroman „Ankunft im Alltag“.
Er gab der so genannten Ankunftsliteratur den Namen.
Im Alter von 39 Jahren starb Brigitte Reimann am 20. Februar 1973 in
Berlin an Krebs. Den Roman „Franziska Linkerhand“ ließ
sie unvollendet zurück. Einige heutige Literaturwissenschaftler vermuten,
dass dieses Werk vor der Veröffentlichung im Auftrag von SED-Funktionären
teilweise umgeschrieben wurde und einzelne Auszüge gestrichen wurden.
Arbeitsgebiete:
Erzählung, Essay, Reportagen, Hörspiele
Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl):
2003 erfuhr Brigitte Reimann zahlreiche Ehrungen zu ihrem 70. Geburtstag,
u. a. wurde in Hoyerswerda eine Bibliothek nach ihr benannt und in Neubrandenburg
eine Gedenkstätte eingerichtet. 2004 wurde ihr Leben in der Fernsehproduktion
„Hunger auf Leben“ verfilmt. Die Hauptrolle spielte Martina
Gedeck.
Werke (Auswahl):
1956: Die Frau am Pranger
1961: Ankunft im Alltag
1963: Die Geschwister
1965: Das grüne Licht der Steppen. Reportage
1974: Franziska Linkerhand
1993: Sei gegrüßt und lebe. Eine Freundschaft in Briefen 1964
bis 1973 (Co-Autorin Christa Wolf)
1997: Ich bedaure nichts. Tagebücher 1955 bis 1963
1998: Alles schmeckt nach Abschied. Tagebücher 1964 bis 1970. 
Thomas
Rosenlöcher
Geboren 29. Juli 1947 in Dresden.
Thomas Rosenlöcher arbeitete nach dem Abschluss der zehnklassigen
Polytechnischen Oberschule als Kaufmann. 1970 legte er das Abitur an der
Arbeiter- und Bauern-Fakultätt in Freiberg (Sachsen)|Freiberg ab,
anschließend studierte er von 1970 bis 1974 Betriebswirtschaft an
der Technischen Universität Dresden und war als Arbeitsökonom
tätig. Während dieser Zeit begann er mit dem Schreiben. Von
1976 bis 1979 folgte ein Studium am Literaturinstitut „Johannes
R. Becher“ in Leipzig. In den folgenden Jahren war Rosenlöcher
Mitarbeiter am
Kinder- und Jugendtheater in Dresden; seit 1983 ist er freier Schriftsteller.
Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl):
Georg-Maurer-Preis der Stadt Leipzig (1989); Hugo-Ball-Förderpreis
(1990); Märkische Stipendium für Literatur und den F.-C.-Weiskopf-Preis
(1991); Schubart-Preis der Stadt Aalen (1993); Erwin-Strittmatter-Preis
(1996); Hölderlin-Preis der Stadt Tübingen (1999); Werkpreis
der LiteraTour Nord (2000); Kulturpreis Harz (2000); Kunstpreis der Stadt
Dresden (2002); Wilhelm-Müller-Preis des Landes Sachsen-Anhalt (2004);
Villa Massimo-Stipendium (2005).
Werke (Auswahl):
Ich lag im Garten bei Kleinzschachwitz (Halle u.a. 1982); Herr Stock
geht über Stock und Stein, zusammen mit Albrecht von Bodecker (Berlin
1987); Schneebier (Halle u. a. 1988); Das langgestreckte Wunder, zusammen
mit Karl-Heinz Appelmann (Berlin 1989); Die verkauften Pflastersteine
(Frankfurt am Main 1990); Der Mann, der ein Flußpferd war, zusammen
mit Karl-Heinz Appelmann (Berlin 1991); Die Wiederentdeckung des Gehens
beim Wandern (Frankfurt am Main 1991); Die Dresdner Kunstausübung
(Frankfurt am Main 1996); Ostgezeter (Frankfurt am Main 1997); Ich sitze
in Sachsen und schau in den Schnee (Frankfurt am Main 1998); Am Wegrand
steht Apollo (Frankfurt am Main u.a. 2001); Liebst Du mich, ich liebe
Dich (Frankfurt am Main u. a. 2002); Das Tischwunder (Warmbronn 2003);
Wie ich in Ludwig Richters Brautzug verschwand (Warmbronn 2003).
Bernd
Schirmer
Geb. 1940 in Leipzig. Aufgewachsen in Scheibenberg/Erzgeb.
1961-1965 Studium der Germanistik und Anglistik in Leipzig
1965-1968 Hörspieldramaturg in Berlin.
1969-1972 Deutschdozent an der Universität Algier
1973-1991 Dramaturg beim Deutschen Fernsehfunk in Berlin
Seit 1992 freiberuflicher Autor. Lebt in Waldesruh bei Berlin. Schreibt
Prosa, Hörspiele, Drehbücher für Film und Fernsehen.
Werke (Auswahl):
Wo Moths wohnt, Erzählungen, 1973; Doktorspiel,
Roman, 1976; Sindbads Mütze, Erzählungen, 1980; Die
Hand der Fatima auf meiner Schulter - Algerische Reisebilder, 1984;
Fensterplatz in Japan - Bilder einer Reise, 1989; Schlehweins
Giraffe, Roman, 1992; Cahlenberg, Roman, 1994; Der
letzte Sommer der Indianer, Roman, 2005. 
Jochen Schmidt
Geboren 1970 in Berlin/DDR und das „ausgerechnet- als habe er von
Anfang an am Symbolgehalt seiner Biografie gefeilt – am 9. November,
dem Tag des Mauerfalls“. Er lebt und arbeitet heute in Berlin.
In den 90er Jahren – und eigentlich bis zum heutigen Tag –
treibt es Jochen Schmidt in die Welt. Er beginnt zu schreiben. Er studierte
Informatik, Germanistik und Romanistik und hält sich in Brest, Valencia,
Rom, New York, Moskau, Bulgarien, Rumänien und Sarajevo auf. Außerdem
arbeitete er als Übersetzer für Französisch und Katalanisch.
Jochen Schmidt setzt sein Leben direkt in Literatur um. Mit Freunden gründet
er 1999, die „Chaussee der Enthusiasten“. Im RAW-Tempel in
der Revaler Straße 99 im Friedrichshain treffen sich donnerstags
um 21 Uhr Schmidt und Co zum Vorlesen und Philospophieren.
Preis:
Open-Mike, Berlin (1999)
Werke (Auswahl):
Triumphgemüse, Erzählung,
München 2000; Müller haut uns raus, Roman, München 2002;
gebrauchsanweisung für die bretagne, München 2004
Jens
Sparschuh
Jens Sparschuh wurde 1955 in Karl-Marx-Stadt, dem heutigen Chemnitz geboren.
Von 1973 bis 1978 studierte er Philosophie an der Universität von
Leningrad (heutiges St. Petersburg). Die nächsten fünf Jahre
war er als wissenschaftlicher Assistent an der Ost-Berliner Humboldt-Universität
tätig. 1983 promovierte er dann mit einer Arbeit in seinem Spezialgebiet
der Philosophie der Logik. Seitdem schreibt Sparschuh freiberuflich. Bereits
zur Zeit der DDR erhielt er das Anna- Seghers-Stipendium der Akademie
der Künste, den Ernst-Reuter-Hörspielpreis und 1989 den Hörspielpreis
der Kriegsblinden. Jens Sparschuh ist Mitglied des P.E.N..
Werke (Auswahl):
Der große Coup. Aus den geheimen Tage- und Nachtbüchern
des Johann Peter Eckermann, Roman, 1987; KopfSprung - aus den Memoiren
des letzten deutschen Gedankenlesers, Roman, Berlin 1989; Inwendig.
Labyrinthgeschichte für Fortgeschrittene, Hörspieltextbuch,
1990; Der Schneemensch, Roman, 1993; Der
Zimmerspringbrunnen, Roman, 1995; als gleichnamiges Theaterstück
1996 in Berlin uraufgeführt, Film 2001, Regie Peter Timm; Ich
dachte, sie finden uns nicht, Zerstreute Prosa, 1997; Lavaters
Maske, Roman, 1999; Waldwärts. Ein Reiseroman. Gedichte,
1985; Parzival Pechvogel, Kinderroman, 1994; Die schöne
Belinda und ihr Erfinder, Illustrationen von Manfred Bofinger, 1997;
Stinkstiefel, Illustrationen von Manfred Bofinger, 2000 . 
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